Datierung

Die überwiegende Zahl der Erdställe ist an älteste Besiedlung gebunden. Sehr häufig liegen sie in der Nähe von alten Gehöften. Nicht selten befinden sie sich auch bei alten Kirchen oder Friedhöfen, stehen aber in keinem direkten Bezug zu ihnen. Obwohl die Erdställe mit bergmännischer Sicherheit in den Untergrund getrieben wurden, entbehren sie jeder Stilform. Die aufgefundenen Werkzeugspuren lassen sich zeitlich nur schwer einordnen.
In Bayern gibt es bisher sehr wenige verlässliche Datierungen. Daraus und im Zusammenhang mit der Ortsnamenskunde, der Siedlungsgeschichte und ihrer Verbreitung ergibt sich ein Alter der Erdställe in Bayern von mindestens 1000 Jahren. Grabungsfunde belegen eine Verfüllung der Einstiege ab dem 12 Jahrhundert. Aus Teilen Österreichs sind einige wenige Datierungen bekannt, die bis in das 14 Jh. n.Chr. reichen. Eine eindeutige Datierung bleibt jedoch problematisch.